Ein Cannabis-Weihnachtsgedanke

Cannabis durch die Jahrhunderte — eine Weihnachtsbetrachtung mit Jesus, Shakespeare, Baudelaire und dem einen oder anderen Hanf-Keks.

Zu Weihnachten feiern wir die Geburt von Jesus Christus. Für viele eine besondere Figur, die ihr Leben für unsere Sünden gegeben und viele Wunder vollbracht hat. Die Chancen stehen gut, dass dieses leuchtende Vorbild ein Cannabis-Konsument war. Wenn man sich die Geschichte des Cannabiskonsums anschaut, sieht man, dass Jesus in einer Zeit lebte, in der die Pflanze viel verwendet wurde. Die Römer kannten Hanf. Die weibliche Hanfpflanze galt als Mittel gegen Ohrenschmerzen und Menstruationsbeschwerden. Und es war üblich, zur Hebung der allgemeinen Heiterkeit, Gästen nach dem Essen Hanf-Kekse anzubieten. Ich stelle mir Jesus durchaus bei einer gemütlichen Session mit seinen Freunden vor, alle herrlich stoned, dabei die absurdesten assoziativen Stoner-Philosophien aufeinander loslassend — und dann der Herr selbst, der ein Edible zu viel erwischt hat…

Es gibt viele historische Figuren, die unsere geliebte Pflanze konsumierten. Cannabis-Spuren wurden in Shakespeares Pfeife gefunden. Bei George Washington, dem ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten, wuchs Hanf im Garten. Auch der Leibarzt von Königin Victoria sah es als Heilmittel gegen Husten, Kopfschmerzen, Asthma und Menstruationsbeschwerden. Und in Frankreich gab es Dr. Jacques-Joseph Moreau, der meinte, durch genaue Beobachtung von Cannabis-Konsumenten mehr über die Ursachen von Wahnsinn herausfinden zu können. Er lud eine Gruppe Schriftsteller ein, es zu probieren; sie nannten sich den Club des Hashischins. Einer von ihnen war Baudelaire, der später über Hasch und Opium als Mittel zur Bewusstseinserweiterung schrieb (“künstliche Paradiese”).

Heute wird die Pflanze geraucht, verdampft, gegessen, besungen, gefeiert, verehrt, bekämpft, mit allerlei Wachstums- und Blühmitteln gepäppelt, im Halbschatten der Duldungskultur versteckt, im Dunkel der Illegalität verborgen — mit hier und da einem Lichtblick…

Eines ist sicher: Die Cannabis-Pflanze ist mit der Geschichte der Menschheit verwoben und wird das auch in Zukunft bleiben… denke ich.